Bizim Kiez zur “Lage nach der Großdemo: Zusammenbleiben & Widerstehen”

Die Initiative Bizim Kiez hat nach der großen Berliner Mietendemo die neue Lage und Möglichkeiten der neuen Mieterbewegung kommentiert:

“Ein historischer Erfolg

Die große Demonstration gegen Verdrängung und den Mietenwahnsinn ist Geschichte. Und was für eine Erfolgsgeschichte es war! Die Polizei meldete Medienberichten zufolge knapp 15.000 Teilnehmer*innen, während auf der Demo die magische Zahl von 25.000 über die Lautsprecherwagen zu hören war. […hier weiterlesen]

Recht auf Stadt Forum in Leipzig: Mietenwahnsinn_stoppen lädt am 21.April zu einem Treffen

Im Rahmen des RechtaufStadt Forums in Leipzig lädt Mietenwahnsinn stoppen am Samstag, 21.4., um 20 Uhr (Raum wird noch bekannt gegeben) zum Treffen ein:

Wie geht es weiter mit bundesweiten Aktivitäten zum Thema Wohnen?

Bezahlbares Wohnen gehört zu den aktuell drängendsten sozialen Fragen. Fast überall haben organisierte Mieter*innen-Proteste und Recht-auf-Stadt-Netzwerke dafür gesorgt, das diese Frage wieder auf der politischen Agenda steht. In vielen Städten wurde auch einiges bewegt. Und doch fehlt der Bewegung die Breite, um die Stadt und Wohnungspolitik vom Kopf auf die Füße zu stellen. Seit ihrer Gründung vor einem Jahr hat die Kampagne Mietenwahnsinn_stoppen versucht, die Mobilisierungen verschiedener Spektren und Städte miteinander zu verbinden. Gerade auf der Bundesebene ist ein koordiniertes Vorgehen nötig, denn eine radikal andere Wohnungspolitik ist nur dort umzusetzen. Wir laden zu diesem Treffen ein, um konkrete Kampagnenideen zu diskutieren und Möglichkeiten zu besprechen, wie sich das ändern kann.

April 2018: Aktivismus auf der Straße und Recht auf Stadt Forum

Der gerade gestartete Monat verspricht für die Recht-auf-Stadt-Bewegungen spannend zu werden. Gleich drei größere Demonstrationen gegen #Mietenwahnsinn und Verdrängung finden in den nächsten Wochen statt.

Den Beginn macht Erfurt mit der Thüringer Mietparade „Keine Profite mit unserer Miete!“ am 7.April. Das Bündnis aus Recht-auf-Stadt-Initiativen, Studierenden, Kulturschaffenden und Gewerkschaftsjugend kritisiert die immens gestiegenen Mieten vor allem in den Städte des Bundeslandes. Die Forderungen beinhalten auch ein Ende des Ausverkaufs der Stadt an Investoren und von rassistischen Kontrollen, “. Denn die Stadt gehört uns Allen.” . Die Parade startet am 07.04.2018 um 14 Uhr am Erfurter Willy-Brandt-Platz (Bahnhofsvorplatz).

Eine Woche später am 14.April um 14 Uhr wird in Berlin eine Großdemonstration erwartet. Ein einmalig breites Bündnis von Mieterinitiativen, linken Gruppen, Mietervereinen, Stadtteilläden, Sozialverbänden und vielen mehr ruft dazu auf. Unter dem Motto “WIDERSETZEN – Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn” schreibt das Bündnis

“In Berlin werden Menschen durch steigende Mieten verdrängt. Mietwohnungen werden in Eigentum umgewandelt. Nachbarschaften werden zerstört. Soziale Einrichtungen und Gewerbetreibende finden keine bezahlbaren Räume mehr. Die Obdachlosigkeit wächst. Rassismus und Diskriminierung erschweren zusätzlich die Wohnungssuche. Selbst am Stadtrand gibt es kaum noch bezahlbaren Wohnraum. 74% sehen in den hohen Wohnkosten eine Gefahr, die Wohnung zu verlieren oder zu verarmen.”

Dagegen wird die solidarische Stadt gefordert sowie ein radikaler Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik! Besonders zu empfehlen ist das Mobilisierungsvideo zur Demonstration.

Im Vorfeld der Demonstration finden zudem Aktionstage “Zusammensetzen” statt.

Die dritte Demo bringt dann am 20. April, ab 16 Uhr, in Leipzig den Protest gegen steigende Mieten und die drohende Verdrängung auf die Straße. „Wir müssen heute kämpfen, wenn wir morgen in dieser Stadt noch einen Platz haben wollen!“, heißt es im Aufruf.

Die Leipziger Demo leitet dann den Höhepunkt für die bundesweiten stadtpolitischen Bewegungen ein: das 4. Recht auf Stadt-Forum am 20.-22.4. in im Leipziger Osten. Das Forum bietet zum inzwischen vierten Mal einen Ort, an dem mieten- und stadtpolitische Bewegungen aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und der Schweiz zusammenkommen, sich in Workshops austauschen und vernetzen. Noch ist die Anmeldung möglich !

Mietenwahnsinn_stoppen ist sehr gespannt auf die Debatten und Aktionen. Wir hoffen danach nehmen wir richtig Schwung, um endlich Bewegung in die unsägliche wohnungspolitische Entwicklung zu nehmen. Unsere BündnisForderungen stehen weiterhin unerfüllt im Raum. Richtig sind sie weiterhin.

Um gemeinsam zu überlegen, wie wir als Mieterinitiativen und Recht auf Stadt-Gruppen bundesweit handlungsfähig werden, laden wir während des Forums in Leipzig zu einem Treffen ein. Genauere Infos, wann und wo genau dieses stattfindet, folgen noch.