Das waren der Mietenwahnsinn stoppen – Aktionstage

In mehreren deutschen Städten haben am Wochenende Mieter_innen gegen steigende Mieten demonstriert. Unter dem Motto „Mietenwahnsinn stoppen! Bezahlbare gute Wohnungen für Alle!“ forderten Mieter_inneninitiativen einen grundlegenden Wandel der Wohnungspolitik. Weg von einer an den Gewinninteressen der Immobilienunternehmen orientieren hin zu einer Politik, die dagegen das Recht auf Wohnraum durchsetzt.

– In Frankfurt wurde am Samstag das „golden Betongoldhäuschen“ verliehen – für das Unternehmen, das sich am stärksten bei der Verdrängung von Mieter_innen engagiert hat. Gewinner war Vonovia

Aktionstag in Frankfurt a. M.: Verleihung des Preises „Frankfurter Betongoldhäuschen“

– In Berlin demonstrierten 2000 am Samstag Menschen unter dem Motto Wem gehört die Stadt? – Gegen hohe Mieten und Zwangsräumungen” durch Kreuzberg

– In Potsdam beteiligten sich veranstaltete das Bündnis „Stadtmitte für Alle“ am Freitag einen 24-Stündigen Staffellauf gegen die Privatisierung der Potsdamer Mitte

– In Hamburg-Altona gab es am Samstag eine Foto-Aktion gegen das schwedische Wohnungsbauunternehmen Akelius, das seit Jahren immer mehr Häuser in Hamburg aufkauft und Mieten in Höhe von 18-20 Euro pro Quadratmeter verlangt.

– In Hannover demonstrierten am Freitag 100 Menschen gegen steigende Mieten, Verdrängung und andere Zumutungen des Wohnungsmarktes.

– In Köln wurden bei städtischen Wohungsgesellschaft GAG, vor einem Studierendenwohnhaus, sowie einer restaurierten Arbeiter_innen-Siedlung und an einer Flüchtlingsunterkunft Plakate aufgestellt, mit denen sich gegen steigende Mieten, Luxussanierung und Gentrifizierung positioniert wurde. Infos siehe

– In Bochum wurde sich am Samstag mit einem Redebeitrag über die Folgen von steigende Mieten und einem engen Wohnungsmarkt insbesondere für Geflüchtete an der Demonstration „Solidarität gegen Abschottung – Menschlichkeit gegen Rechtsruck“ beteiligt, bei der 300 Teilnehmer_innen durch die Stadt zogen.

Der Aktionstag hat gezeigt: Über lokale Kampagnen hinaus vernetzen sich Mietervereine, Mieter_inneninitiativen, „Recht auf Stadt“-Netzwerke und weitere soziale Organisationen bundesweit, um für eine andere Wohnungspolitik zu kämpfen. Es wird immer offensichtlicher, dass der Markt bei der Wohnraumversorgung versagt. Wenn Wohnen kein Luxus sondern ein Grundrecht sein soll, müssen die Möglichkeiten beschränkt werden, mit Wohnen Gewinne zu machen!“

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